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Fokus

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Nach meinem Beitrag, in dem ich beschrieb, herausgefunden zu haben, warum ich nicht blogge und wie ich dieses Problem für mich gelöst habe, stehe ich nun vor dem nächsten Problem: über was blogge ich eigentlich? Genauer: über was möchte ich eigentlich bloggen? Worauf lege ich meinen Fokus?

Jeder drittklassige Blogplanerkaspar verteilt den Ratschlag, dass man für ein erfolgreiches Blog ein Thema benötigt. Solche Tipps bringen mich dazu, über Themen nachzudenken, die mich interessieren, um dann festzustellen, dass ich mich darin nicht genug auskenne, um auch noch darüber zu bloggen. Dann verliere ich mich in Überlegungen, wie ich das ändern kann und meine eigentliche Frage an mich verliere ich aus dem Fokus.

Aber hey, Blitzgedanke!

Vielleicht sollte ich über Themen bloggen, in denen ich mich auskenne.

Es ist ja so einfach!

Kurz darüber nachgedacht, womit ich mich so auskenne.

Hm.

Mit Fotografie kenne ich mich aus. Gibt ja auch erst 120.000.000.000.000.000.000.000.000 Tausend Blogs dazu in diesem Internet. Ich möchte meine Fotos zeigen und gerne Feedback dazu bekommen. Evtl. auch mal eine kleine Geschichte zu den Fotos dazu schreiben. Mir ist es insgesamt wichtig, das mein Fokus auf einer küntlerischen bzw. inhaltlichen Ebene liegt. Worauf ich keine Lust habe, ist meine Fotografie auf so Technikgeschwafel oder Tutorials zu erweitern oder zu reduzieren. Ganz nebenbei: mir ist natürlich klar, dass ich nicht mehr bin als ein weiterer Wald- und Wiesenfotograf und auch meine Werke niemals außerhalb des Internets und meiner vier Wände zu bestaunen sind. Aber mir sind sie wichtig und ich habe einen inneren Drang, meine Fotos zeigen zu wollen.
Alles in allem mache ich das ja heute so ungefähr zumindest schon.

Also Haken dran.

What’s next? Beruflich bin ich Software-Entwickler und in meiner privaten Zeit beschäftige ich mich auch hin und wieder mit diesen Dingen rund um Entwicklung von Software. Gibt ja auch erst 120.000.000.000.000.000.000.000.000 Tausend Blogs dazu in diesem Internet. Aber nichtsdestotrotz habe ich da ein paar Themen, über die ich was bringen kann — so denke ich zumindest.

Wo hätte ich denn noch was zu melden? Ich mag Motorräder. Und Fahrräder. Zusammengefasst: Zweiräder.
Ich fahre gerne Fahrrad und bin in der glücklichen Lage, jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren zu können. Ein Motorrad kann ich auch mein eigen nennen, was aber mehr steht als gefahren wird. Aber begeistert bin ich trotzdem! Konkrete Vorstellungen oder Ideen habe ich dazu zwar gerade nicht parat, möchte es aber gar nicht ausschließen.

Zum nächsten Punkt: meine Familie. Ich bin der Ehemann einer wunderbaren Ehefrau, Vater eines tollen Jungen ohne innere Ruhe und eines weiteren, derzeit noch ungeborenen Jungen. Geschichten mit und über meine kleine Familie gibt es wie Sand am Meer, ich habe aber für mich noch nicht herausgefunden, ob und was ich davon öffentlich machen möchte.

Vielleicht ist es ja auch sinnvoll, auch über Themen zu schreiben, für die ich mich interessiere, aber denke, dazu nichts bloggen zu können. Da fallen mir so große Themen wie Politik und Medien ein. Beides große Felder und herrlich unkonkret.

Medien bleiben irgendwie unkonkret, da kommt mir nichts in den Kopf geschossen.

Politisch bin ich interessiert, merke aber auch, wie sie mich mehr und mehr anödet. Die große Weltpolitik ist nicht meine Bühne, ich interessiere mich mehr für gesellschaftliche Themen in der Politik, wie Gleichberechtigung, Familie etc. Ob ich aus dem Interesse an den Themen aber auch tatsächlich den ein oder anderen Artikel ableiten kann, weiß ich nicht. Das Gefühl bleibt, über diese Themen eher reden als schreiben zu können. Für diese Themen benötige ich Gesprächspartner.

Das sind meine Themen, darauf lege ich meinen Fokus. Fotografie, Software-Entwicklung, Zweiräder, Familie und optional Medien und Politik. Das soll mir reichen. Bestimmt sind das zu viele Themen und bestimmt habe ich was vergessen, für was ich eigentlich total brenne. Aber hey, im Blog ist nichts in Stein gemeißelt!

Schön. Sehr schön.

Mein Ziel, als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben, war ein völlig anderes. Wirklich, mein Ziel war das Gegenteil von dem, was ich jetzt erreicht habe. Ich wollte etwas darüber schreiben, wie ich daran scheitere, mich auf Themen zu fokussieren — dabei hatte ich ja noch nicht mal welche. Wie soll ich mich da auch auf etwas fokussieren können? Weiterhin habe ich im Verlauf des Artikels darüber nachgedacht, ob ich nicht den Titel des Artikels auf so etwas pathetisch schwungvolles wie »Das Thema bin ich« abändere. Aber bei solchen Überschriften winke ich gleich ab. »Ich« ist ja doch wieder sehr unkonkret und hilft mir nicht, den Fokus zu finden. Ich denke, »Fokus« passt; hat mir das schreiben des Artikels doch gezeigt, über was ich bloggen kann und will.

Kleines Detail noch, welches mich frohlocken lässt: die Bloggerei bringt das, weshalb ich überhaupt damit angefangen habe – Erkenntnis. Wenn auch, im konkreten Fall, nur zum Selbstzweck.

Schön. Sehr schön.

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